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Regionales Förderprogramm bringt Hartz-IV-Empfänger auf Arbeitsmarkt unter

04.10.2010 KOLKWITZ Job-Chance für Langzeitarbeitslose: Mehr als 50 Prozent der Teilnehmer eines regionalen Förderprogramms schauen zuversichtlich in die Zukunft – mehrere Firmen aus Spree-Neiße und Cottbus interessieren sich für sie.

Viele der erfolgreichen Teilnehmer des Projekts haben nun eine reelle Chance auf einen festen Arbeitsplatz in Cottbus oder dem Spree-Neiße-Kreis.

Wenn die 50-jährige Christiane Hollex auf die vergangenen Jahre zurückblickt, weicht für einen Moment der Frohsinn aus ihren Augen. »Fast sieben Jahre war ich arbeitslos«, sagt sie. »Für jeden Job schien ich zu alt zu sein, überall hagelte es Absagen, und nach einer Weile merkte ich: Man beginnt zu resignieren.«

Doch nun hat sie wieder Mut geschöpft. Den Anstoß gab ihr der erfolgreiche Abschluss im Förderprogramm des Projekts »Regionalbudget«. Am Donnerstag der vergangenen Woche erhielt sie ihr Zeugnis, und bereits am Freitag trat sie ihren neuen Job an. Künftig wird Christiane Hollex in einem Cottbuser Altenpflegeheim am Werner-Seelenbinder-Ring arbeiten: »Ich weiß, dass diese Aufgabe genau richtig für mich ist.«

Am 1. Oktober 2009, berichtet Projektleiterin Petra Rademacher, habe die Qualifizierung begonnen. 20 Teilnehmer aus dem näheren Cottbuser Umland und weiteren Orten des Spree-Neiße-Kreises nahmen Theorieunterricht in Kolkwitz, bildeten sich praktisch in Firmen der Region weiter. 16 Langzeitarbeitslose schafften schließlich den erfolgreichen Abschluss. »Zwei von ihnen haben bereits eine feste Zusage für einen Job erhalten«, sagt Petra Rademacher. »Für weitere fünf Teilnehmer ist in den kommenden Wochen eine Stelle in Aussicht, und ein Altenpflegeheim in Burg interessiert sich ebenfalls für unsere Absolventen.«

Für Petra Rademacher ein Grund zum Feiern - noch mehr jedoch für die 40-jährige Ramona Staude, die vorher dreieinhalb Jahre arbeitslos war. »Es ist wichtig, dass man da wieder rauskommt«, sagt sie. »Ich beginne jetzt in einem Pflegedienst in Spremberg und freue mich richtig darüber.« Alle Teilnehmer seien engagiert gewesen, erklärt Projektleiterin Rademacher. »Leute mit Potenzial - die müssen wir doch unbedingt hier in der Region behalten, vor allem angesichts des Mangels an Fachkräften.« Wie auch der Geschäftsführer der Cottbuser Agentur für Arbeit, Heinz-Wilhelm Müller, bestätigt, zählt das Pflegewesen zu den Branchen in Cottbus und Umgebung, die ein mächtiges Problem plagt: Die Unternehmer sorgen sich darum, ihre freien Stellen neu besetzen zu können.

»Genau in diese Nische können wir springen«, sagt Petra Rademacher. »Deshalb werden wir dieses Projekt in Zukunft auch mit neuen Teilnehmern fortsetzen.«

René Wappler / Lausitzer Rundschau

Berufliche Eingliederung

1393 Personen in Südbrandenburg haben im September an Projekten zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung teilgenommen, wie die Agentur für Arbeit meldet. In beruflicher Weiterbildung befanden sich zudem 2033 Teilnehmer. Die Zahl der arbeitslos gemeldeten Kunden sinkt laut Agentur: Sie verzeichnet einen Rückgang um 15,2 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr.

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