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AWO fordert Abbau von Ausgrenzungsmechanismen für mehr Teilhabe in unserer Gesellschaft – Zweiter Gemeinsamer Bericht der Antidiskriminierungsstelle des Bundes

14.08.2013 „Die wissenschaftliche Untersuchung belegt, in welchem Maße Diskriminierung und Ausgrenzung in Kernbereichen unserer Gesellschaft verankert sind“, kommentiert AWO Vorstandsmitglied Brigitte Döcker den gestern vorgelegten Zweiten Gemeinsamen Bericht der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) zu Diskriminierungen im Bildungsbereich und im Arbeitsleben.

Grundlage des Berichts sind zwei von der ADS in Auftrag gegebene Studien  zu Diskriminierung im (vor)schulischen Bereich sowie zu Chancengleichheit im Bildungsbereich und im Arbeitsleben. Es wird festgestellt, dass bereits im Bereich der frühkindlichen Betreuung eine Segregation zwischen verschiedenen Gruppen vorgenommen wird. Kinder mit Behinderungen, Kinder mit Migrationshintergrund und Kinder mit niedriger sozialer Herkunft werden so bereits stigmatisiert und in separaten Einrichtungen betreut.

„Bereits die Kleinsten sind mit diesen Selektionsmechanismen konfrontiert und die Chancen zur Teilhabe hängen maßgeblich davon ab, in wie weit wir es schaffen, diese Ausgrenzungspraxis abzubauen“, so Döcker weiter.

Auch im Arbeitsleben findet laut der vorgelegten Studie eine deutliche Benachteiligung nach bestimmten Gruppenzugehörigkeiten statt. So werden ältere Arbeitnehmer, Menschen mit Behinderungen oder Menschen mit Migrationshintergrund bei Bewerbungsverfahren häufig benachteiligt.

„Bildung und Zugangsmöglichkeiten zu Arbeit entscheiden wesentlich über die Teilhabemöglichkeiten in unserer Gesellschaft. Die Ausgrenzungsmechanismen müssen wirksam bekämpft und abgebaut werden“, fordert Döcker abschließend.

Die AWO setzt sich seit Jahren für die Umsetzung einer inklusiven Gesellschaft ein.