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Verabschiedung vom Bundesprogramm „Sprach-Kitas“ und wie es in Brandenburg weitergeht

20.06.2023
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Quelle: AWO Regionalverband Brandenburg Süd e. V.
Nach sieben Jahren fand am 20. Juni durch eine Online-Veranstaltung das Bundesprogramm „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ sein offizielles Ende.

Ein Ende kann ein Anfang sein

Das Bundesprogramm hatte als Modellprogramm mit Nachdruck die Bereiche Alltagsintegrierte sprachliche Bildung, Inklusive Bildung, Zusammenarbeit mit Familien und die Querschnittsaufgabe Digitale Medien als verbindliche Entwicklungs- und Qualitätsthemen in die „Sprach-Kitas“ geholt. Umgesetzt durch engagierte zusätzliche Fachkräfte im Tandem mit der jeweiligen Kitaleitung und zusätzlichen Fachberatungen entstanden in den letzten Jahren in den bundesweit verteilten Einrichtungen wegweisende Projekte, Best-Practice-Beispiele, konzeptionelle Veränderungen und weitere deutliche Erfolge im pädagogischen Alltag. In der Online-Veranstaltung „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ – Erfolge teilen und Transfer gestalten! am 20.06.2023 wurde in verschiedenen Beiträgen resümiert, inwiefern das Bundesprogramm die Qualität in Deutschlands Kitalandschaft nachhaltig positiv verändert hat.

In einer moderierten Talkrunde bestehend aus Akteur*innen des Programms, die live aus dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in Berlin übertragen wurde, kam auch Oliver Zierdt aus dem Team der Fachberatungen Sprache des AWO Brandenburg Süd e. V. zu Wort. Die ca. 6000 Zuschauer*innen der Online-Veranstaltung konnten so aus erster Hand erfahren, welche Erfolge und gelungenen Vorhaben in den „Sprach-Kitas“ im Brandenburger Süden – darunter auch unsere AWO Einrichtungen – während des Förderzeitraums entstanden sind.

Einen Tag darauf, am 21.06.2023, folgte dem Abschluss des Bundesprogramms das erste Netzwerktreffen als Starterveranstaltung für das Landesprogramm „Sprach-Kitas“. Bettina Stobbe, Referatsleiterin im Brandenburger Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (MBJS) (Referat 23 - Qualitätsentwicklung und -monitoring in der Kindertagesbetreuung, sozialpädagogische Berufe der Kinder- und Jugendhilfe, Praxisunterstützung Kita, Landeskitaplan), hatte zusätzliche Fachkräfte/zusätzliche Fachberatungen der „Sprach-Kitas“, Fachberatungen im Landesprogramm Sprachförderung, Fachkräfte der kompensatorischen Sprachförderung und allgemeine Sprach-Fachberatungen nach Potsdam ins Tagungshaus der Hofbauer-Stiftung geladen.

Es wurde darüber informiert, welche Pläne es bereits gibt und welche gemeinsam entwickelt werden können, um den Bereich der Unterstützung der frühkindlichen Sprachbildung im Land Brandenburg zu gestalten. Ziel soll dabei sein, die verschiedenen existierenden Programme miteinander so zu verbinden, dass durch die diversen Fachkräfte und Expert*innen eine effektive, professionelle, bedarfsorientierte und synergetische Beratung der Einrichtungen im Land Brandenburg sichergestellt ist.

Im Fokus wird die Sprachbildung in pädagogischen Alltagssituationen stehen. Die Kompensatorische Sprachförderung ist in diesem Unterstützungsmodell das „I-Tüpfelchen“. Im Verlauf des Netzwerktreffens wurden sowohl Kritik als auch Lob geäußert und dokumentiert. Wesentliches Ergebnis des Netzwerktreffens ist die Bildung einer Arbeitsgruppe nach der Sommerpause 2023 zur Mitgestaltung des ab 2025 anvisierten einheitlichen Landessprachprogramms mit eigener Regiestelle. Diese Arbeitsgruppe setzt sich aus den Verantwortlichen des MBJS und Fachkräften, sowie Fachberatungen mit Expertise im Bereich Sprache zusammen. Es bleibt abzuwarten, inwiefern Aufgabenbereiche sortiert und gemeinsame Strategien entwickelt werden können.

Text: AWORVBBSüd/OZierdt
Foto: Screenshot Veranstaltung

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