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Neueröffnung der AWO Kita "Hörlitzer Straße" in Senftenberg

16.08.2011 Senftenberg.
Große Freiheit und klare Grenzen erfahren die Jüngsten in der Kindertagesstätte der Arbeiterwohlfahrt Brandenburg-Süd (AWO) in der Hörlitzer Straße. Das neue Kinderhaus, in das die Stadt Senftenberg kräftig investiert hat, bietet beste Bedingungen für das pädagogische Konzept. Das bestätigt Kita-Leiterin Jana Benz. „Jetzt sind kaum noch Wünsche offen“, sagt sie sichtlich zufrieden.

Das moderne Kinderhaus zeigt sich freundlich in warmem Holz, mit viel Licht und Raum. „Der große Flur erlaubt es den Kindern, ihrem Bewegungsdrang auch im Gebäude zu folgen“, nennt Jana Benz, die Leiterin der Kindertagesstätte, einen Vorteil. Im alten Haus war dafür kaum Platz. Das neue ist offen – ein Ort, der von spielerischen Begegnungen sowie Achtung, Wertschätzung und verantwortlichem Handeln geprägt sein soll. Ein einladendes Kinderrestaurant ist entstanden. Der große Bewegungsraum soll noch eine Kletterstrecke bekommen, die die Abenteuerlust der Kleinen ebenso wie die der Sechsjährigen herausfordert. Mit dem Blick auf das Budget für die Innenausstattung zeigt sich die Kita-Chefin hoffnungsvoll, das Geld zusammenzubekommen. Eine tolle Terrasse und Räume, die die Mini-Werkstatt, die Kinderbibliothek und das Kunstatelier mit der riesigen Malwand aufnehmen, gibt es. Die breiten Fensterbretter vor den raumhohen Scheiben mit freiem Blick auf den Wald sind als Arbeitstische gestaltet. Neben den bunten Malstiften liegt ein Fernglas. Je nach Lust und Laune können die Kleinen sich ihr Motiv also in der Natur abschauen, ehe sie dieses zu Papier bringen. In jedem der Zimmer, die viele Angebote zur Beschäftigung bereithalten, gibt es eine Galerie. Die kuscheligen Ecken nutzen die Kleinen dafür, sich zum Spielen zurückzuziehen und auch für den Mittagschlaf. Die Galerien sind über Treppen zu erreichen. „Diese werden Kindern ganz bewusst zugemutet, um Bewegung zu fördern“, erläutert Jana Benz. Die Kleinen werden sehr wohl behütet, dabei aber gezielt gefordert und gefördert.

Gearbeitet wird in der AWO-Kindertagesstätte offen, seit zwei Jahren nach dem Konzept des Instituts für angewandte Sozialisationsforschung (Infans) der Frühpädagogik. Feste Gruppen gibt es nicht. In diesen lernten die Kinder eher, sich unterzuordnen als sich zu entfalten. Letzteres ist gewünscht. Die Mädchen und Jungen dürfen im Betreuungsalltag alles tun, was ihre Neugier befriedigt und ihren Wissensdurst stillt. Auf klare Verhaltensregeln und Grenzen wird trotzdem sehr geachtet.

„Es ist die Aufgabe jedes Pädagogen, das zu fördern, was das Kind lernen will“, erklärt Jana Benz. Bei erkennbaren Defiziten werden den Kleinen, abgestimmt auf deren individuelle Interessen, gezielt Angebote schmackhaft gemacht. So wird beispielsweise die mangelnde Neugier auf Mengen und Zahlen spielerisch geweckt. Der gewünschte und meist auch erzielte Effekt: Andere Kinder kommen sofort dazu, lernen mit.

Die Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren können in bestimmten Zeiten auswählen, was und mit wem sie spielen und lernen, forschen und sich körperlich bewegen wollen. Anregende Materialien liegen bereit. Die elementaren Grundsätze der Bildung in Kindertagesstätten, die im Land Brandenburg gelten, werden so automatisch gelebt. Unfertige Spiel- und Forschungsmaterialien sorgen mit dafür, dass die Kinder selbst stets neu etwas erfinden können. Und so werden viele Farbtupfer, die noch für die Gemütlichkeit sorgen werden, praktisch erst entstehen.

Begeistert angenommen wird die Musik-Ecke. Eine solche gab es auch im alten Haus. „Die Akustik ist jetzt aber so toll“, schwärmt Jana Benz. Am Nachmittag singen und tanzen die Kinder. Erklingt spontan das erste Instrument oder Lied, strömen die Kleinen zur Musikinsel im großen Flur und bewegen sich ausgelassen – oft, bis die Eltern sie abholen kommen. Das sind super Bedingungen, die die Gesichter bei den Kleinen und den Pädagogen strahlen lassen.

Das Kinderhaus in der Hörlitzer Straße ist sehr schön geworden. „Wir müssen viele Abläufe im Alltag aber natürlich auch erst erproben“, erklärt Jana Benz. Das gemeinsame Mittagsmahl mit Selbstbedienung der Kinder in dem hübschen Restaurant funktioniert noch nicht ganz nach unseren Vorstellungen. „Es dauert sehr lange, wenn die Kleinen sich das Essen selbst auf den Teller tun. Dafür werden wir noch eine Lösung finden“, nennt die Leiterin der Kindertagesstätte ein Beispiel. Als sehr positiv empfindet sie, dass den Mädchen und Jungen das Bedürfnis des Austausches bei Problemen und Konflikten von den Erwachsenen auch sichtlich vorgelebt werden. Auf dem großen, hellen Flur halten die Erzieherinnen nach dem Einzug in das neue Haus jetzt nämlich öfter Rat, um sich abzustimmen.

(Kathleen Weser, Lausitzer Rundschau)

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