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Korrektur von Hartz-IV ist richtig

16.09.2014 „Es wäre ein richtiger Schritt, die Sanktionen im SGB-II-Leistungsbezug zu verändern. Vor allem die härtere Bestrafung von jungen Menschen unter 25 Jahren ist nicht zielführend. Vielmehr müsste gerade hier nach den Ursachen für das Verhalten geschaut und sich dem Einzelfall gewidmet werden“, erklärt der AWO Vorstandsvorsitzende Wolfgang Stadler. Die Arbeiterwohlfahrt fordert, dass bei einer Überarbeitung der Sanktionsmechanismen die verschärften Sanktionen bei jungen Menschen ganz gestrichen werden. Stattdessen sind gerade hier besondere Hilfen zu gewährleisten. „Wenn wir nachhaltig Jugendarbeitslosigkeit vermeiden wollen, sollten wir eine bessere Betreuung in den Jobcentern ermöglichen“, hebt Stadler hervor.

Die Arbeiterwohlfahrt begrüßt zudem die Pläne des Bundesarbeitsministeriums, die Kosten von Unterkunft und Heizung nicht mehr zu sanktionieren. Die Überarbeitung der Grundsicherung sollte aus Sicht der Arbeiterwohlfahrt auch die Zumutbarkeit in den Blick nehmen. Die bisherigen Regeln zur Zumutbarkeit von Arbeitsangeboten sind aus Sicht der Arbeiterwohlfahrt zu einseitig. „Zumutbarkeit sollte sich auch an Faktoren wie der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, der Nähe zum Wohnort und vor allem an einer auskömmlichen Entlohnung ausrichten“, hebt der Vorstandsvorsitzende hervor und schließt ab: „Solidarität ist keine Einbahnstraße, aber fehlgeleitete Regelungen lösen nicht die tatsächlichen Herausforderungen im Umgang mit Arbeitssuchenden.“

Das Positionspapier „Solidarischer Sozialstaat“ der Arbeiterwohlfahrt finden Sie hier [...].