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Klare Wünsche für Wohnen im Alter

05.03.2010 Mit einer Umfrage haben die brandenburgischen Landesverbände von Verbraucherzentrale und AWO sowie die AOK Berlin-Brandenburg ermittelt, welche Wohnformen und Pflegeangebote Verbraucher sich im Alter wünschen. Zwar beschäftigen sich die Brandenburger meist erst im akuten Pflegefall mit dem Thema, bevorzugen dann aber klar ein aktives, selbst bestimmtes Leben im Betreuten Wohnen.

Immer mehr Brandenburgerinnen und Brandenburger sind auf Pflegeleistungen angewiesen, der Anteil der Seniorinnen und Senioren an der Bevölkerung steigt kontinuierlich. Um Wohn- und Pflegeangebote für Verbraucher möglichst so zu gestalten, dass sie sich auch im Alter wohl fühlen können, haben die brandenburgischen Landesverbände der Verbraucherzentrale und der AWO sowie die AOK Berlin-Brandenburg 2009 mit einer Umfrage Wünsche ermittelt. „Wir wollen wissen, was sich Verbraucher wünschen, um darauf in ihrem Sinne qualitätsgerecht und transparent zu reagieren““, sagt Anne Böttcher, Geschäftsführerin des Landesverbandes der Arbeiterwohlfahrt. Das Ergebnis der Umfrage belegt, dass Verbraucher sich zwar erst im Bedarfsfall und damit zu spät mit dem Thema beschäftigen, aber sehr klare Erwartungen haben: Sie wollen vor allem möglichst aktiv und selbst bestimmt leben. „Verbraucher sollten sich schon vor Eintreten des Pflegebedarfs ohne Handlungsdruck beraten lassen, um sich dann im Pflegefall zügig für ein geeignetes Angebot entscheiden zu können“, betont Juristin Sabine Fischer-Volk von der Verbraucherzentrale Brandenburg.

Über mehrere Monate konnten die zwölf Fragen mit jeweils mehreren Antwortmöglichkeiten in Beratungsstellen, Einrichtungen und Veranstaltun-gen der drei Partner sowie online ausgefüllt werden. Angesprochen wurden Pflegebedürftige und deren Angehörige, aber ausdrücklich auch noch nicht Betroffene. Mehrere hundert ausgefüllte Fragebögen kamen zurück. Damit sind die Ergebnisse zwar nicht repräsentativ, transportieren aber klare Botschaften:

1. Auf der Suche nach einem Platz im Seniorenheim orientieren sich Betroffene an Wohnortnähe, einer guten medizinischen Versorgung und Qualität der Pflege. Darüber hinaus sind die Heimplatzkosten von entscheidender Bedeutung.

2. Auch im Seniorenheim wollen Pflegebedürftige ihre Individualität wahren, legen beispielsweise Wert auf ein Einzelzimmer mit Sa-nitärbereich und eigene Möbel. Bei der Versorgung wie beim Speisen hingegen nimmt man gern Gemeinschaftsangebote in Anspruch.

3. Ganz besonders wichtig sind den Befragten Beschäftigungsan-gebote und kulturelle Veranstaltungen, die sie beweglich und geistig fit halten. Daher bevorzugen sie Einrichtungen in zentraler Lage mit Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr und guter Erreichbarkeit.

Unabhängige persönliche Beratung zum Wohnen im Alter und zur Pflege bietet die Verbraucherzentrale Brandenburg an den Standorten Potsdam, Rathenow, Falkensee, Cottbus und Frankfurt (Oder). Vorträge für Gruppen können landesweit vereinbart werden. Absprachen sind möglich am landesweiten Servicetelefon unter 01805 / 00 40 49 jeden Mo bis Fr von 9 bis 16 Uhr (14 Ct/min a. d. dt. Festnetz, Mobilfunk abweichend).

Die AOK Berlin-Brandenburg steht mit ihren Pflegeberatern Betroffenen und deren Familien mit Rat und Tat zur Seite: Informationen gibt es am kostenfreien AOK-Pflegetelefon unter 0800 2658888. Hilfe bei der Suche nach geeigneten Pflegeeinrichtungen und Pflegediensten bietet der AOK-Pflegenavigator im Internet: www.aok-pflegenavigator.de.

Eine weitere Beratungs- und Informationsmöglichkeit bieten die neuen Pflegestützpunkte, die unter anderem in Erkner, Eisenhüttenstadt, Neuruppin, Potsdam, Luckenwalde und in anderen Städten eingerichtet worden sind. Nähere Informationen sind unter www.masf.brandenburg.de zu finden.