AWO Brandenburg e.V.

Sie befinden sich hier: awo-brandenburg.deAWO Aktuell / Coronavirus SARS-CoV-2 / Kindertagesbetreuung 

Informationen

Für unsere Eltern

Einstieg in eine eingeschränkte Regelbetreuung

Liebe Eltern,

wir freuen uns sehr, dass nach vielen Wochen der Kita-Notbetreuung, die in mehreren Schritten ausgeweitet werden konnte, nunmehr Ende Mai der Einstieg in eine eingeschränkte Regelbetreuung gewagt werden soll.

Die Bedürfnisse der Kinder nach sozialen Kontakten, dem gemeinsamen Spiel mit Gleichaltrigen, dem Wiedersehen von liebgewonnenen Erzieher_innen und Freunden - all dies ist unglaublich wichtig für deren Wohlergehen. Daher rechtfertigen sich aus unserer Sicht alle Bemühungen, die dafür sorgen, dass zunehmend mehr Kinder in das ihnen vertraute Umfeld der Kindertagesbetreuung zurückkehren können.

Seien Sie versichert, dass wir alle Kraftanstrengungen unternehmen, dass möglichst viele Kinder davon in unseren Einrichtungen profitieren. Hierfür brauchen wir aber Ihre Mitwirkung, Ihr Verständnis und ein gutes Miteinander!

Gleichwohl ist uns schon heute traurig bewusst, dass unsere Einrichtungen - gleich in welchen kleinen oder großen verantwortungsvollen Schritten dieser Einstieg vorgenommen wird - noch längst nicht alle Kinder aufnehmen können. Auch wird damit längst nicht allen Eltern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in dem Maße ermöglicht werden, wie es notwendig ist. Hygiene- und Gesundheitsschutz umzusetzen, heißt auch: kleinere Gruppengrößen, mehr Personalbedarf und mehr Raum schaffen. Und die Pandemie sorgt dafür, dass neben regulären Abwesenheiten - wie z. B. Urlaub und Krankheit - ein Teil des Personals unter Umständen nicht in der direkten Kinderbetreuung eingesetzt werden kann. Bereits jetzt stoßen nicht wenige unserer Kitas an die Grenzen der vorhandenen Kapazitäten. Manche Einrichtungen können derzeit nicht einmal alle bewilligten Notbetreuungsansprüche realisieren.

Die äußerst kurzfristige Festlegung des Termins für einen nächsten „Öffnungsschritt“ sowie noch nicht endgültig festgelegte weitere notwendige Regelungen stellen nicht nur Sie als Eltern vor eine unglaubliche „Geduldsprobe“, sondern auch Erzieher_innen, Leiter_innen und Trägerverwaltung vor immens große Herausforderungen.

Seien Sie aber versichert, dass die Fachkräfte und Leitungen sowie Trägerverantwortlichen alles dafür tun, um die Voraussetzungen zu schaffen, dass auch weitere angekündigte Möglichkeiten zur Nutzung zusätzlicher Raum- und Personalkapazitäten sorgsam geprüft und umgesetzt werden. Bitte haben Sie aber zugleich Verständnis dafür, dass dies auch Zeit für notwendige Vorbereitungen braucht und nicht alleinig von dem unbedingten Willen unsererseits abhängig ist.

Einen Einstieg verantwortungsvoll zu gestalten heißt für uns, dass die notwendigen Vorkehrungen berücksichtigt werden müssen. Hierzu gehören u. a.:

  • konstante Gruppen entlang von jeweils gültigen Richtwerten - und unter Berücksichtigung der räumlichen Bedingungen jeder einzelnen Einrichtung - bilden und gegebenenfalls aufgrund neuer Regelungen unter Umständen auch neu zusammensetzen,
  • alle notwendigen Hygiene- und Gesundheitsschutzmaßnahmen sicherstellen - sowohl für die Kinder als auch die Mitarbeitenden und deren Familien,
  • ein mit den Jugend- und Gesundheitsämtern sowie Kommunen abgestimmtes Verfahren zur Berücksichtigung der verschiedenen Betreuungswünsche und -ansprüche etablieren und umsetzen - was auch zeitlichen Vorlauf braucht,
  • Zeit und Aufmerksamkeit für jedes Kind sicherstellen - denn viele Kinder werden nach so langer Zeit ohne Kita erst einmal wieder Vertrauen entwickeln und sich wieder an die zum Teil neuen Abläufe gewöhnen müssen.

Was sollten Sie jetzt wissen?

  • Kinder mit einem bereits bewilligten Notbetreuungsanspruch werden weiterhin betreut und haben Vorrang. Die Betreuungsumfänge richten sich nach den - nachweisbaren - Zeiten zur Ausübung der beruflichen Tätigkeit.
  • Kinder ohne Notbetreuungsbescheid werden - voraussichtlich - grundsätzlich einen „Regelsollanspruch“ von vier Stunden an mindestens einem Tag haben. Längere Betreuungszeiten oder eine Ausweitung auf weitere Tage wird nur möglich sein, wenn die entsprechenden Kapazitäten in der jeweiligen Einrichtung vorhanden sind.
  • Darüber hinaus genießen Kinder im letzten Jahr vor der Einschulung Vorrang. Dies ist landesrechtlich bestimmt, steht aber ebenfalls unter Vorbehalt der Einrichtungskapazitäten.
  • Auf Ebene der kreisfreien Städte beziehungsweise Landkreise können weitere Regelungen beziehungsweise Vorgaben getroffen werden, die unsere Einrichtungen berücksichtigen müssen - und die möglicherweise auch erst äußerst kurzfristig kommen.
  • Die Entscheidung zur Vergabe eines Platzes wird jedoch weiterhin nicht bei den Einrichtungen liegen! Geregelt ist, dass die Verantwortung weiterhin bei den Jugendämtern liegt, die diese Aufgabe an die kreisangehörigen Kommunen - nicht aber auf die Kitas oder deren Träger - übertragen dürfen.
  • Unsere Einrichtungen werden in enger Abstimmung mit dem Träger und den Jugendämtern Möglichkeiten der Anpassung von Öffnungszeiten, Modelle von „Platzsharing“ - unter Zuweisung fester Betreuungstage und -gruppen - und Betreuungszeiten prüfen und, soweit es die personellen und räumlichen Gegebenheiten, die sich auch ändern können, zulassen, schrittweise umsetzen.
  • Möglichkeiten auf die vom Kita-Ausschuss beschlossenen Sommer-Schließzeiten zu verzichten, werden aktuell geprüft. Hierzu bitten wir um Geduld. Bitte haben Sie bereits jetzt Verständnis, wenn dies nicht oder nicht vollumfänglich gelingt. Auch die Erzieher_innen haben ein Anrecht auf ihren wohlverdienten und gesetzlich geregelten Urlaub. Zudem muss sorgsam abgewogen werden, ob der Verzicht auf Schließzeiten nicht im Laufe des Jahres zu Einschnitten im Personaleinsatz führt, die zu einer Schmälerung des Betreuungsangebotes zu einem anderen Zeitpunkt führen.

Wie können Sie eine verantwortungsvolle, schrittweise Ausweitung unserer Betreuungsangebote unterstützen?

  • Bitte haben Sie Geduld und warten weitere Informationen des Jugendamtes, der Gemeinde beziehungsweise Stadt und / oder der Einrichtung ab.
  • Bitte kommen Sie auch nicht mit Ihrem Kind zur Kita, ohne vorher eine - schriftliche - Zusage für eine Betreuung erhalten und mit der Kita die Zeiten vereinbart zu haben! In jedem Fall wollen wir zum Wohl jedes einzelnen Kindes sicherstellen können, dass den Kindern auch wirklich vermittelt werden kann, dass sie willkommen sind. Es würde nicht nur Ihrem Kind, sondern auch den Erzieher_innen und Kita-Leitungen das Herz brechen, wenn es nicht begrüßt wird, sondern wieder nach Hause geschickt werden muss.
  • Bereiten Sie sich darauf vor, dass für alle Erwachsenen beim Bringen und Abholen der Kinder sowie im Kontakt zwischen den Erwachsenen das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes verpflichtend gemacht wird und natürlich die Abstandsgebote eingehalten werden.
  • Akzeptieren Sie die Festlegung von sogenannten Bring- und Abholzonen, die - je nach räumlichen Gegebenheiten - außerhalb oder innerhalb der Einrichtungen eingerichtet sind.
  • Halten Sie sich bitte auch an die vereinbarten Bring- und Abholzeiten.
  • Nutzen Sie die „Tür- und Angel-Gespräche“ mit den aktuellen Bezugsfachkräften und / oder telefonischen Sprechstunden so gut es geht, damit Sie sich zu den wichtigen Dingen rund um ihr Kind austauschen können.
  • Bringen Sie Ihr Kind auf keinen Fall, wenn es Krankheitssymptome aufweist. Eine Besuch des Kindes kann verweigert werden. Mit Ihrer Unterschrift werden Sie künftig täglich bestätigen müssen, dass Ihr Kind symptomfrei ist und Sie selbst wie auch nahe Angehörige aus dem Umfeld frei von einer COVID-19-Erkrankung sind.
  • Bitte stellen Sie auch sicher, dass Ihr Kind sofort abgeholt wird, wenn es Krankheitssymptome während des Kita-Besuches aufweist.
  • Solidarität und Achtsamkeit gegenüber allen ist derzeit mehr denn je gefragt. Unterstützen Sie daher die Kitas, wenn es darum geht, die tatsächlich notwendigsten Betreuungsbedarfe zu erfragen. Nur so schaffen wir es vielleicht gemeinsam, möglichst vielen Kindern unter Ausnutzung von „Platzsharing“- beziehungsweise „Schicht“-Modellen den Kita-Besuch zu ermöglichen - wenn auch zunächst erst wieder nur für wenige Stunden oder Tage.
  • Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass unsere Einrichtungen keine vollumfängliche Umsetzung der gewohnten pädagogischen Angebote ermöglichen können. Der Fokus wird auf gesundheitsrelevanten Themen sowie auf bewährten Ansätzen der vergangenen Wochen liegen müssen.

Was sollten Sie zum Thema Elternbeiträge wissen?

  • Die bisherigen Regelungen zur Freistellung von Elternbeiträgen haben weiterhin Bestand. So müssen folgende Personengruppen keine Kostenbeiträge entrichten: Geringverdienende, Eltern von Vorschulkindern wie auch Eltern, die keinen Notbetreuungsplatz für ihr Kind in Anspruch nehmen. Die Übernahme der Elternbeiträge durch das Land erfolgt durch Pauschalen, die in einigen Fällen sicher nicht die Gesamteinnahmen aus den Elternbeiträgen decken werden. Für Sie heißt dies aber nicht, dass Sie bei höheren Elternbeiträgen die Differenz übernehmen müssen.
  • Derzeit noch nicht abschließend geregelt ist hingegen eine - anteilige - Kostenbeitragsbefreiung im Zuge der eingeschränkten Regelbetreuung bei Inanspruchnahme eines deutlich reduzierten Betreuungsumfangs gegenüber der vertraglich vereinbarten Betreuungszeit.
  • Bis dahin gilt die Beitragszahlungspflicht entsprechend der abgeschlossenen Betreuungsverträge. Sollte sich in den letzten Wochen ihre Einkommenssituation nachweislich verändert haben, so können Sie zur Neuberechnung die entsprechenden Nachweise beim Einrichtungsträger abgeben.
  • Soweit möglich, bitten wir Sie jedoch von Einzelanfragen zu den Elternbeitragszahlungen gegenüber den Einrichtungen und der Geschäftsstelle vorerst Abstand zu nehmen - sobald uns genauere Informationen zu den Möglichkeiten weiterer Beitragsbefreiungen oder Teilerlassen und damit eine Grundlage für mögliche Rückerstattungen vorliegen, werden wir uns wieder an die betreffenden Eltern wenden.
  • Nähere fortlaufend aktuelle Informationen zum Thema Elternbeitragsbefreiung finden Sie u. a. in den FAQs zum Thema Kinderbetreuung unter mbjs.brandenburg.de.

Kommen Sie gut durch diese für uns alle herausfordernde Zeit und bleiben gesund und munter!

Claudia Schiefelbein

stellv. Geschäftsführerin | AWO Landesverband Brandenburg e. V.

Für unsere Kleinen und Kleinsten

Zeit für Menschlichkeit: Zeichnen, schreiben oder basteln für ältere Menschen

Die zunehmende Verbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 trifft die älteren Menschen in unseren Pflegeeinrichtungen besonders schwer, da sie gerade nicht von ihren Kindern und Enkelkindern, Freunden und Bekannten besucht werden dürfen. Sie können nur miteinander telefonieren. Gerade in dieser schweren Zeit freuen sie sich über kleine Briefe, selbstgemalte Bilder oder Gebasteltes von euch.

Wie eure kreativen Ideen zu den älteren Menschen kommen?

Gebt sie einfach in einer unserer Pflegeeinrichtungen in eurer Nähe ab oder schickt sie per Post an eine unserer Pflegeeinrichtungen:

Unsere Mitarbeitenden verteilen sie dann für euch!