AWO Brandenburg e.V.

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Ergänzende Information

Informationen

Für unsere Eltern

Gesundheitsschutz

Seit Montag, den 10. August 2020, gilt in den Einrichtungen der Kindertagesbetreuung des Landes Brandenburg Folgendes:

Kinder brauchen kein ärztliches Attest, wenn sie einen leichten Schnupfen oder Husten ohne Fieber haben. Das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz hat dazu klarstellende und erklärende Hinweise für Einrichtungen - ergänzend zu den Hygieneplänen für Einrichtungen der Kindertagesbetreuung und Schulen - erarbeitet. Das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport hat diese mit einem Informationsschreiben an Einrichtungen der Kindertagesbetreuung und Schulen verschickt.

Grundsätzlich gilt: Kranke Kinder sollen zu Hause bleiben. Bei COVID-19 typischen Krankheitssymptomen, unter anderem trockener Husten, Fieber ≥ 38,5°C, Atembeschwerden, zeitweiser Verlust von Geschmacks- und Geruchssinn sowie Halsschmerzen, müssen betroffene Personen der Einrichtung der Kindertagesbetreuung fernbleiben. Die Eltern sollten eine_n Ärzt_in konsultieren, der über die Indikation zu einem Test auf das Coronavirus entscheidet.

Von den COVID-19 verdächtigen Erkrankungen und den fieberhaften akuten Atemwegsinfektionen sind die einfachen Erkältungskrankheiten, verbunden mit einem Schnupfen oder leichtem Husten ohne Fieber oder anderen der oben genannten Symptome, zu unterscheiden. In diesen Fällen kann das Kind die Einrichtung der Kindertagesbetreuung besuchen.

Darüber hinaus sollten Eltern eine_n Ärzt_in aufsuchen, wenn es einen begründeten Verdacht gibt, dass das Kind an COVID-19 erkrankt sein könnte, zum Beispiel weil ein Kontakt zu einer an COVID-19 erkrankten Person bestand oder das Kind beziehungsweise der Jugendliche sich in den letzten 14 Tagen in einem Risikogebiet aufgehalten hat.

Bei bestätigter COVID-19-Erkrankung und leichtem Verlauf ist eine Wiederzulassung nach 14 Tagen häuslicher Isolation und mindestens 48 Stunden Symptomfreiheit ohne zusätzliches ärztliches Attest möglich.

Ist innerhalb einer Familie eine COVID-19-Erkrankung festgestellt worden, darf das Kind als Kontaktperson die Einrichtung der Kindertagesbetreuung nicht besuchen. Gleiches gilt, wenn das Kind innerhalb der letzten 14 Tage Kontakt zu COVID-19 erkrankten Personen hatte. Wartet ein in der Häuslichkeit lebendes Familienmitglied auf ein Ergebnis des Testes auf das Coronavirus, weil ein Kontakt zu einer COVID-19 erkrankten Person bestanden hat, kann das in dieser Häuslichkeit lebende Kind ebenfalls nicht in der Einrichtung der Kindertagesbetreuung betreut werden.

Je nach pandemischer Entwicklung gelten weitere Maßnahmen, über die die regionalen Gesundheitsämter sowie die Informationsseiten des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg informieren:

Maßnahmen zum Schutz der Kinder und Fachkräfte sowie ihrer Familien

Aufgrund der dynamischen und ernstzunehmenden Verbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2  gelten in den Kindertageseinrichtungen und Horten verstärkte Hygienevorschriften, die stets angepasst werden. Vorgeschrieben ist, dass nur gesunde Kinder, Eltern und Beschäftigte in die Einrichtungen kommen dürfen.

Treten bei Kindern und / oder Beschäftigten COVID-19-typische Krankheitssymptome auf, muss die Betreuung beziehungsweise die Arbeit sofort unterbrochen werden und eine ärztliche Abklärung erfolgen. Dadurch kommt es in einigen Einrichtungen momentan zu erhöhten Krankenständen und damit einhergehend zu personellen Engpässen.

Die Betreuung der Kinder auch unter Einhaltung der Hygienepläne kann jedoch nur mit ausreichendem Personal erfolgen. Die Einrichtungsleitungen und Träger müssen daher immer wieder prüfen, welche Maßnahmen ergriffen werden müssen, um die Betreuung weitestgehend aufrechterhalten zu können.

Dabei können folgende  Maßnahmen getroffen werden:

  • eine temporäre Einschränkung der Öffnungszeiten bezogen auf einzelne Teilbereiche (Krippe, Kindergarten, Hort) oder auf die gesamte Einrichtung
  • die Bitte an die Eltern, zu prüfen, ob alternative Betreuungsmöglichkeiten vorhanden sind und ihre Kinder tageweise zuhause zu betreuen oder früher aus der Kindertageseinrichtung abzuholen

Diese Maßnahmen können kurzfristig greifen. Im Wissen, dass Familien erneut viel abverlangt wird, bitten wir daher Eltern um Verständnis und Unterstützung.

Weiterhin möchten wir auf Folgendes hinweisen:

  • In allen Einrichtungen sind durch die Erwachsenen Mund-Nasen-Bedeckungen zu tragen. Bei vorliegendem ärztlichen Attest, dass keine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden kann, sollten Eltern bitte dafür sorgen, dass eine andere Person das Kind abholt beziehungsweise mit der Einrichtung eine andere Lösungsmöglichkeit gefunden werden kann.
  • Die Einrichtungen sind gehalten, Elterngespräche, die eine Präsenz in den Einrichtungen erforderlich machen, auf das notwendigste Maß zu reduzieren. Bitte versuchen Sie daher dringliche Angelegenheiten telefonisch zu klären.
  • In einigen Kommunen gilt für einen Umkreis von 30 Metern um Bildungseinrichtungen (dazu zählen unter anderem Kindertageseinrichtungen), dass dort ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen ist.
  • Die Einrichtung ist zu informieren, wenn ein Kind, die Eltern oder eine mit dem Kind / den Eltern in Kontakt stehende Person an COVID-19 erkrankt. In diesen Fällen werden die Kinder nicht in der Einrichtung betreut.
  • Wartet ein in der Häuslichkeit lebendes Familienmitglied auf ein COVID-19-Testergebnis, weil ein Kontakt zu einer mit COVID-19 infizierten Person bestanden hat, kann das in dieser Häuslichkeit lebende Kind ebenfalls nicht in der Einrichtung betreut werden.
  • Bei positiven COVID-19-Nachweisen wird um Information an die Kita-Leitung gebeten. Sie informiert Kontaktpersonen der Kategorie I (höheres Infektionsrisiko) und entscheidet gemeinsam mit dem Träger sowie in Absprache mit dem Gesundheitsamt über weitere Maßnahmen (Schließung der Einrichtung, Schließung von Gruppen). Eine Anordnung für die betroffenen Familien oder Beschäftigten von häuslichen Quarantänemaßnahmen kann jedoch nur das Gesundheitsamt vornehmen. Wir bitten um Verständnis, wenn in Fällen einer nicht sofortigen Entscheidung des Gesundheitsamtes, der Träger von seinem Recht Gebrauch macht, zum Schutze aller anderen vorsorglich die Schließung der Einrichtung oder von Teilbereichen festzulegen, bis eine Klärung der weiteren Festlegungen erfolgen konnte.
  • Auch geht es vor allem darum, den Kontakt mit externen Personen zu minimieren, um Infektionsrisiken möglichst gering zu halten. Das betrifft auch und insbesondere die Bring- und Abholsituation. Sie ist – soweit es das Kindeswohl erlaubt – laut Ergänzung zum Rahmen-Hygieneplan für Kindertageseinrichtungen – so zu so zu gestalten, dass Kontakte möglichst reduziert werden (zwischen Beschäftigten und Eltern, Eltern untereinander sowie zwischen Eltern und Kindern, die nicht im gleichen Haushalt leben). Je nach Alter der Kinder, räumlicher Situation und Gestaltung des Tagesablaufes können hierbei verschiedene Möglichkeiten zur Kontaktreduzierung durch die Kita-Leitung festgelegt werden. Auch können Maßnahmen der Zutrittsbeschränkung nicht per se ausgeschlossen werden - auch wenn dies nicht explizit in der Eindämmungsverordnung oder der Ergänzung zum Hygieneplan aufgeführt wird.
  • Insbesondere die Horte sind – in Absprache mit den Schulen – gehalten, möglichst feste Gruppen zu bilden. Die Entscheidung wird auch hier verantwortungsvoll durch die Leitung unter Berücksichtigung der räumlichen und personellen Situation festgelegt.

Kurzfristige Reduzierung der Betreuungsangebote

Wir möchten Sie vorab vorsorglich darüber informieren, dass in den kommenden Wochen kurzfristige Gruppenschließungen in den Kindertageseinrichtungen der AWO Brandenburg nicht ausgeschlossen werden können.

Wenn bei auftretenden Krankheiten und Erkältungssymptomen oder etwaigen Quarantänefällen die Betreuung einer Gruppe nicht gewährleistet werden kann, müssen entsprechende organisatorische Regelungen gefunden werden. Eine Zusammenlegung von Gruppen ist aufgrund der geltenden Hygienebestimmungen zur Eindämmung der SARS-CoV-2-Pandemie aktuell leider nicht möglich. Einzelfallentscheidungen sind unter Berücksichtigung der Voraussetzungen in anderen Gruppen sowie unter Rückgriff einer engen Auslegung der Systemrelevanz zwar möglich, können aber nicht garantiert werden.

Von der Notwendigkeit muss der Träger in enger Absprache mit der Kita-Leitung Gebrauch machen, wenn aufgrund akuter, krankheitsbedingter Personalausfälle eine ordnungsgemäße Betreuung Ihrer Kinder nicht mehr gewährleistet werden kann. Ferner ist die Möglichkeit, Gruppen vorübergehend zu schließen, in den Betreuungsverträgen geregelt.

Sollte dieser Fall eintreten, informiert die Kita-Leitung die betroffenen Familien schnellstmöglich.

Elternbeiträge

Liebe Eltern,

vielen Dank all jenen, die seit Ende des vergangenen Jahres dem Appell der Landesregierung Brandenburg gefolgt sind, zur Vermeidung einer Ausbreitung des Coronavirus SARS CoV-2 ihre Kinder freiwillig nicht in die Krippe oder den Kindergarten zu bringen. Auch jenen Eltern sei für das Verständnis und hohe eigene Engagement gedankt, die ihre Kinder zeitweise aufgrund einer Anordnung nicht in unsere Einrichtung bringen konnten und trotz großer Belastung, die ganztägige Betreuung sichergestellt haben!

Das Land Brandenburg hat nunmehr rückwirkend zum 01. Januar 2021 eine Förderrichtlinie in Kraft gesetzt, mit der monatlich rund 15 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden und auf deren Grundlage die Träger die Elternbeiträge erlassen können. Diese Richtlinie gilt bis zum 31. August 2021 und berücksichtigt damit die derzeit große Ungewissheit zur pandemischen Entwicklung.

Unsere Einrichtungsträger werden in den kommenden Tagen auf Sie zukommen und Ihnen gegenüber versichern, dass sie die Landesförderung für ihre Krippen, Kindergärten, Horte und Kindertagespflegestellen beantragen werden und Sie damit bei den Elternbeiträgen entlasten wollen.

Für folgende Nichtinanspruchnahmen unserer Kindertagesbetreuungsangebote können sie die Beiträge zu 50% oder 100% erlassen:
  • Für Kinder, die seit 01. Januar 2021 freiwillig nicht in die Kita gebracht wurden.
  • Für Kinder, die im Januar aufgrund einer behördlich angeordneten Notbetreuung (Allgemeinverfügung der Landkreise / der kreisfreien Städte oder Eindämmungsverordnung des Landes Brandenburg) mindestens zwei Wochen nicht die Einrichtung besuchen konnten.
  • Für Kinder mit Notbetreuungsanspruch, die keine Betreuung oder maximal fünfzig Prozent des vereinbarten Betreuungsumfanges in Anspruch genommen haben.
Folgende Fälle fallen leider nicht unter die Förderrichtlinie des Landes. Hierfür sind weiterhin Beiträge zu zahlen:
  • Vom Gesundheitsamt angeordnete Schließungen oder Teilschließungen einer Einrichtung.
  • Vom Gesundheitsamt angeordnete Quarantänemaßnahmen für einzelne Kinder / eine Gruppe von Kindern.

Was müssen Sie tun?

Für den Monat Januar 2021 müssen Sie nichts weiter tun. Hier dürfen die Träger als Grundlage die Anwesenheitslisten für eine Rückerstattung und Beantragung heranziehen.

Für die folgenden Monate benötigen die Einrichtungen jedoch zwingend eine schriftliche Erklärung, dass Sie Ihre Kinder für einen bestimmten Zeitraum freiwillig nicht in der Einrichtung betreuen lassen.

Reduzieren Sie den Betreuungsumfang des Kindes um mindestens fünfzig Prozent im Monat, zahlen Sie nur die Hälfte des Elternbeitrages.

Für diese Erklärung wird Ihnen ein Formular übermittelt. Bitte drucken Sie dies aus und geben es schnellstmöglich bei der Leitung Ihrer Kita / Ihres Hortes, spätestens jedoch bis zum 15. eines jeden Monats ab. Die Erklärung muss ab dem Monat Februar monatlich abgegeben werden. Die Zusendung des unterschriebenen Formulars ist auch per E-Mail-Nachricht an die Einrichtung möglich.

Wie läuft dies mit den (Rück-)Zahlungen?

Die Erstattung von Elternbeiträgen für den Monat Januar 2021 für freiwillig nicht in der Kita betreute Kinder oder für Kinder ohne Notbetreuungsanspruch erfolgt zeitnah. Hierzu informieren Sie unsere Träger.

Damit die Beitragsfreiheit in allen anderen Monaten ebenso berücksichtigt werden kann, werden die Träger Sie über das jeweilige Verfahren informieren.

Kann die Betreuung aufgrund eines nicht planbaren, angeordneten Notbetriebs nicht stattfinden, werden zu viel gezahlte Elternbeiträge ebenfalls im Folgemonat zurückerstattet.

Weitere Informationen zu den Hintergründen und Vorgaben / Erstattungsvoraussetzungen können Sie in der Richtlinie des Landes selbst sowie in den FAQs zur Richtlinie nachlesen.

Entschädigungen bei Quarantäne, Tätigkeitsverbot oder Schließung

Sie können eine Entschädigung erhalten, wenn Sie einen Verdienstausfall infolge von Quarantäne oder eines Tätigkeitsverbotes haben. Das Tätigkeitsverbot oder die Quarantäne muss vom Gesundheitsamt oder einer anderen zuständigen Stelle angeordnet sein.

Weiterhin können Sie eine Entschädigung erhalten, wenn Sie durch die Betreuung Ihrer Kinder aufgrund einer Schließung von Schulen oder Betreuungseinrichtungen für Kinder (z. B. Kita) beziehungsweise für Menschen mit einer Behinderung nicht arbeiten können und deshalb einen Verdienstausfall haben.

Änderung des "Gesetzes zur Umsetzung steuerlicher Hilfsmaßnahmen zur Bewältigung der Corona-Krise (Corona-Steuerhilfegesetz)"

Ende Juni haben Bund und Länder die Corona-Hilfen für Eltern verlängert: Eltern haben nun länger Anspruch auf Entschädigung, wenn sie einen Verdienstausfall wegen der Kinderbetreuung hatten. Dies gilt, wenn Schulen, Kitas oder Einrichtungen für Kinder mit Behinderungen geschlossen wurden.

Bei gemeinsamer Betreuung erhalten Eltern eine Entschädigung für bis zu zehn Wochen Verdienstausfall, bei alleiniger Beaufsichtigung, Betreuung oder Pflege bis zu 20 Wochen.

Weiterführende Informationen

Sie haben Fragen zum Infektionsschutzgesetz (IfSG)? Sie wollen wissen, ob Sie eine Entschädigung erhalten und wie Sie einen Antrag dafür stellen können?

Für unsere Kleinen und Kleinsten

Zeit für Menschlichkeit: Zeichnen, schreiben oder basteln für ältere Menschen

Die zunehmende Verbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 trifft die älteren Menschen in unseren Pflegeeinrichtungen besonders schwer, da sie gerade nicht von ihren Kindern und Enkelkindern, Freunden und Bekannten besucht werden dürfen. Sie können nur miteinander telefonieren. Gerade in dieser schweren Zeit freuen sie sich über kleine Briefe, selbstgemalte Bilder oder Gebasteltes von euch.

Wie eure kreativen Ideen zu den älteren Menschen kommen?

Gebt sie einfach in einer unserer Pflegeeinrichtungen in eurer Nähe ab oder schickt sie per Post an eine unserer Pflegeeinrichtungen:

Unsere Mitarbeitenden verteilen sie dann für euch!