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Grundsicherung im Alter: AWO fordert überfällige Rentenreform

19.04.2016
Heute gab das Statistische Bundesamt bekannt, das die Zahl der Beziehenden von Grundsicherung im Alter erneut gestiegen ist. Demnach waren  im Dezember 2015 schon deutlich über eine Million Menschen (1.038.000) auf die Leistungen der Grundsicherung im Alter angewiesen.

Dazu erklärt der AWO-Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler:

„Trotz einer positiven Rentenentwicklung im Jahr 2015 ist die Zahl der Grundsicherungsbeziehenden im Dezember 2015 erneut deutlich gestiegen. Auch wenn die Zahl der bedürftigen Rentnerinnen und Rentner im Vergleich zu anderen gesellschaftlichen Gruppen noch gering ist, wächst ihre Zahl immer weiter. Dazu kommt, dass viele Menschen, die einen Anspruch auf die Grundsicherung im Alter haben, diesen Anspruch aus Scham oder Unwissenheit nicht wahrnehmen. Klar ist, dass das sinkende Rentenniveau einerseits und die Lücken in den Erwerbsbiographien der heutigen Beschäftigten andererseits zu einem weiteren Anstieg von Altersarmut führen werden. Hier muss gehandelt werden. Die einzige Möglichkeit, diese Entwicklung zu stoppen, ist eine mittlerweile längst überfällige Rentenreform auf den Weg zu bringen, die ein ganzes Maßnahmenbündel enthält. Insbesondere muss die weitere Absenkung des Rentenniveaus gestoppt und die Beitragsleistungen von Geringverdienern besser bewertet werden. Ohne eine solche Rentenreform droht in ein paar Jahren Millionen Rentnern der Gang zum Sozialamt.“