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Gerda, Alfred , Anna und Leo werden neue Mitbewohner_innen und Helfer_innen in den AWO-Senioreneinrichtungen

19.09.2017
Die IKK Brandenburg und Berlin (IKK BB) sorgt für liebenswerte Unterstützung im Rahmen der AWO-Gesundheitsinitiative GEMEINSAM GESUND und hat aus der Ausbildung der Mitarbeiter_innen zu Gesundheitsmoderator_innen eine wunderbare Idee zur Arbeit mit den Pflegebedürftigen aufgegriffen.
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Ab Herbst diesen Jahres werden Gerda und Alfred oder Anna und Leo Einzug in die brandenburgischen AWO-Senioreneinrichtungen halten. Sie sollen entsprechend des Leitfadens für Prävention in stationären Pflegeeinrichtungen künftig die Mitarbeiter_innen in allen vollstationären AWO-Einrichtungen unterstützen, die mit Senioren arbeiten und es sich zur Aufgabe gemacht haben etwas mehr zu tun als die herkömmliche Routine in der Pflege und Betreuung. „Wir wollen die Mitarbeiter_innen durch gezielte Anleitung im Therapiepuppenspiel befähigen, den alternden Menschen mit den Handpuppen Angebote zu unterbreiten, die auf die Verbesserung des Wohlbefindens und der Lebensqualität abzielen und sie in ihrer Gesundheitsförderung und Präventionsarbeit unterstützen. Unter dem Motto 'Sag es durch die Puppe' wollen wir Freude bereiten und einen weiteren Beitrag leisten, dass  den Menschen während ihres Aufenthaltes in den AWO-Häusern auch mit Humor und Spaß begegnet werden kann – denn auch das hält gesund und munter“ betont Astrid Böhme, Vertragsbereichsleitung Prävention der IKK BB.

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Die sogenannten Kumquats-Puppen, so die bisherigen positiven Erfahrungen, bewirken eine Gemüts- und Kommunikationsverbesserung und eignen sich nicht nur für die Aktivierung und Beziehungsarbeit von Pflegebedürftigen mit Demenz. Ob für Schluckübungen, Gedächtnistrainings, Bewegungstherapien oder täglichen Routinen bis hin zur Zahn- und Mundhygiene – Gerda, Alfred, Anna und Leo bewirken eine schnellere Mitarbeit der Senior_innen und helfen bei einem besseren emotionalen Zugang zu ihnen.

Der Einsatz der Puppen wird fachlich begleitet durch Frau Zeman, Inhaberin des Berliner Instituts für Therapiepuppenspiel. In ebenfalls durch die IKK BB finanzierten Fortbildungen werden mit den Mitarbeiter_innen der Pflegeeinrichtungen die Spieltechniken und Einsatzmöglichkeiten erarbeitet und der Transfer in Alltagssituationen erprobt.

Anne Böttcher, Geschäftsführerin des AWO Landesverbandes Brandenburg e.V. freut sich, dass die Unterstützung durch die IKK BB nicht bei der bloßen Beschaffung der Handpuppen aufhört, sondern „die IKK BB als guter Partner unserer Gesundheitsinitiative das Teilprojekt rund macht, indem ein Konzept voller hilfreicher Tipps sowie professionelle Schulungen zur Nutzung mit den Puppen das Angebot für unsere AWO-Einrichtungen komplettiert. Somit können wir auch sicherstellen, dass die engagierten Pflegekräfte auch wirklich situationsbezogen und wirkungsvoll Gesundheitsförderungs- und Präventionsarbeit mit Hilfe unserer neuen 'Gesundheitsbotschafter_innen' leisten können.“

Bei der symbolischen Übergabe am 19.09.2017 im Rahmen einer landesweiten Beratung der AWO-Senioreneinrichtungen in Potsdam wurde schon schnell klar: die Handpuppen haben schon erste Freunde in ihrem künftigen Wirkungskreis gefunden: Die Einrichtungsleitungen zeigten sich begeistert von ihnen und hatten schon zahlreiche Ideen für deren künftige Einsätze.