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Akzeptanz von sexueller Vielfalt in Schulen stärken

14.01.2014 „Die ‚Akzeptanz sexueller Vielfalt‘ als Ziel im Bildungsplan 2015 festzuschreiben, ist ein richtiger Schritt der grün-roten Landesregierung in Baden-Württemberg“, erklärt der AWO Vorstandsvorsitzende Wolfgang Stadler. In einer demokratischen Gesellschaft sollte es selbstverständlich sein, unterschiedliche sexuelle Identitäten und Lebensentwürfe sensibel und vorurteilsfrei im Unterricht zu besprechen. „Dabei kommt es auch darauf an, bestehende Diskriminierungen zu thematisieren und Stereotype aufzubrechen“, betont Stadler. „Dieser Schritt ist längst überfällig.“ Die Arbeiterwohlfahrt versteht die Institution Schule als demokratischen, sicheren und inklusiven Ort, an dem Kinder und Jugendliche nicht nur Klischees hinterfragen und diskutieren können, sondern auch Akzeptanz erfahren. Schließlich geht es auch darum, die Schule an die Lebensrealität der Kinder anzupassen.

„Die durch die Petition ‚Kein Bildungsplan unter der Ideologie des Regenbogens‘ angestoßene Debatte über die Behandlung von Homosexualität im Unterricht ist inakzeptabel. Hier wird gezielt versucht, an den im Grundgesetz verankerten Rechten und Werten zu rütteln“, unterstreicht der Vorstandsvorsitzende. Homo-, trans- und intersexuelle Menschen leben oft mit Gefühlen der Angst und werden daran gehindert, ein freies und selbstbestimmtes Leben zu führen. Das Coming-Out des ehemaligen Fußball-Nationalspielers Thomas Hitzlsberger hat jüngst die Auswirkungen eines homophoben gesellschaftlichen Klimas vor Augen geführt und die Notwendigkeit für Toleranz zu streiten, hervorgehoben.

Alle Heranwachsenden sollten die notwendige Unterstützung erhalten, sich ihrer Identität und der damit verbundenen sexuellen Orientierung angstfrei gewiss zu werden. Dabei kann Schule als wichtiger Ort der Identitätsbildung unterschiedliche Lebensentwürfe und ihre Akzeptanz zur Sprache bringen. „Die Angebote, Dienste und Einrichtungen der Arbeiterwohlfahrt sind selbstverständlich für alle Menschen ungeachtet ihrer sozialen und ethnischen Herkunft, ihres sozioökonomischen Status, ihrer Religionszugehörigkeit und ihrer sexuellen Identität offen“, betont Stadler. „Ich bin überzeugt, dass Würde und Teilhabe aller in der Gesellschaft nur möglich sind, wenn Vielfalt und solidarisches Miteinander als Grundwerte akzeptiert und gelebt werden.“