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AWO und SPD-Bundestagsfraktion tauschen sich aus

09.03.2017
In einer gemeinsamen Veranstaltung haben gestern die SPD-Bundestagsfraktion und die AWO bisher bekannt gewordene Fakten des 5. Armuts- und Reichtumsberichts als Grundlage für einen intensiven sozial- und  gesellschaftspolitischen Diskurs mit knapp 100 Teilnehmenden genutzt. So bezeichnete der parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion Thomas Oppermann den Armuts- und Reichtumsbericht als: „Soziales Fieberthermometer, dass auch dazu dienen soll, eine gesellschaftliche Debatte anzustoßen.“ Der AWO Präsident Wilhelm Schmidt erklärt seine Erwartungshaltung ganz klar mit den Worten: „Es geht darum, soziale Gerechtigkeit herzustellen.“

Die AWO erlebe täglich vor Ort in ihren Einrichtungen, Diensten und Bratungsstellen, was Ungleichheit für negative Auswirkungen habe. „Armut raubt dem einzelnen Menschen die Hoffnung und die Perspektive auf eine bessere Zukunft. Die AWO versucht mit ihrer Arbeit dort Hoffnung zu geben, wo die individuelle Situation schwierig ist. Unsere Antwort auf Armut sind starke soziale Einrichtungen und insbesondere Beratungsleistungen, sowie ein starkes freiwilliges Engagement“, erklärte Schmidt.

So war ein Ergebnis der AWO Sozialkonferenz in Düsseldorf vom 04. März 2017,  dass besonders die Kompetenzen von Familien in finanziellen Risikolagen gestärkt werden müssten. Aus ihrer ständigen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen weiß die AWO, dass ein ausreichendes und hochwertiges Bildungs- und Betreuungsangebot die Chancengleichheit gerade von Kindern deutlich verbessern kann. „Die Aufgabe von Staat und Kommune muss darin liegen, eine derart umfassende Daseinsvorsorge bereitzustellen, dass Ungleichheiten ausgeglichen oder zumindest verringert werden können“, betonte der AWO Präsident. Dabei seien die vorgegebenen politischen Rahmenbedingungen, in deren Rahmen die AWO agieren müsse, entscheidend. Auch der Experte für Sozialpolitik Prof. Dr. Gerhard Bäcker betonte in seinem Referat, das die Kinderarmut in der Bundesrepublik keinesfalls abgenommen habe. Dieses Thema benötige unverändert große Aufmerksamkeit.

Soziale Arbeit kann nach Ansicht der AWO aufgrund ihrer hohen Fachlichkeit Ungerechtigkeiten verringern und jedem Einzelnem zu einem selbstbestimmten Leben verhelfen. So erklärte Wilhelm Schmidt abschließend: „Ich bin überzeugt, dass eine Umverteilung im Sinne einer starken sozialen Daseinsvorsorge nicht nur auf hohe Zustimmung in der Bevölkerung stößt, sondern vor allem den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft fördert.“

Die Veranstaltung wurde abgerundet von einer interessanten Podiumsdiskussion.