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AWO fordert mehr Mittel in den Sozialen Wohnungsbau zu investieren

06.08.2013 „Damit wird vielen Menschen, die Chance auf eine bezahlbares Zuhause genommen“, kritisierte der AWO Bundesvorsitzende, dass, wie heute bekannt wurde, einige Bundesländer die vom Bund für den Sozialen Wohnungsbau bereitgestellten Zuschüsse zweckentfremdet verwenden. „Angesichts der in den letzten Jahren zum Teil drastisch gestiegenen Mieten in den meisten deutschen Städten muss der soziale Wohnungsbau intensiviert werden. Ihn zu vernachlässigen bedeutet die Menschen zu vernachlässigen. Wir dürfen nicht zulassen, dass Bedürftige an die Stadtränder verdrängt werden“, erklärt Stadler und ergänzt: „Neben einem ausreichenden Einkommen ist eine sichere, angemessene und dauerhaft finanzierbare Wohnung die unabdingbare Voraussetzung für ein menschenwürdiges Leben.“

Für immer mehr Menschen wird es zunehmend schwieriger eine bezahlbare Wohnung mit guter infrastruktureller Anbindung zu finden. Doch Wohnen bedeutet Heimat, Zuhause, Sicherheit und ein selbstbestimmtes Zusammenleben. „Die AWO fordert die Verantwortlichen der Länder dazu auf, die vom Bundesverkehrsministerium bereitgestellten Mittel tatsächlich für den Sozialen Wohnungsbau zu verwenden, um das Problem der steigenden Mieten für finanziell Benachteiligte in den Griff zu bekommen und deren mögliche Wohnungslosigkeit abzuwenden“, erklärt der AWO Bundesvorsitzende. Die starke Reduzierung der öffentlich geförderten Wohnungsbestände – der sich durch zu wenig Neubau, der vorzeitigen Rückzahlung von Förderdarlehen und dem anhaltenden Auslaufen von Belegungsbindungen erklärt – trage zu einer Verschärfung auf dem Wohnungsmarkt bei: wenn Bindungen auslaufen, kann für diese Wohnungen in Abhängigkeit vom jeweiligen Mietspiegel bis zu 20 Prozent mehr Kaltmiete verlangt werden. Im Falle von Mieterwechseln wird eine Mieterhöhung lediglich durch den örtlichen Mietspiegel begrenzt.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lag der Anteil der Wohnkosten am verfügbaren Haushaltseinkommen für alleinlebende Personen mit niedrigen Einkommen (armutsgefährdet) bereits 2011 bei rund 57 Prozent (gesamte Bevölkerung 2011 knapp 30 Prozent). Dadurch haben diese Menschen stark verringerte Möglichkeiten für weitere lebenswichtige Ausgaben.