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AWO fordert Solidarität mit Flüchtlingen

26.09.2013 Zum morgigen Internationalen Tag des Flüchtlings fordert AWO Vorstandsmitglied Brigitte Döcker: „Alle EU-Staaten müssen Flüchtlingen solidarischen und unbürokratischen Schutz gewähren und ihnen eine menschwürdige Lebensführung ermöglichen.“ Nach Schätzungen des UNHCR waren Ende 2012 über 45,2 Millionen Menschen auf der Flucht. Davon war fast die Hälfte (46 Prozent) unter 18 Jahren alt. Minderjährige Flüchtlinge sind die  verletzlichsten Opfer mit einem besonderen Schutz- und Sicherheitsbedürfnis. „Die Unterbringung  der jungen Flüchtlinge muss altersgerecht und derart gestaltet werden, dass sie am gesellschaftlichen Leben teilhaben können“, betont Döcker.

Hauptursache für weltweite Flucht und Vertreibung sind Kriege und gewaltsame Konflikte. Aktuell gehen UNHCR und UNICEF davon aus, dass in Syrien insgesamt über eine Million Kinder auf der Flucht sind. Mehr als 740.000 syrische Kinderflüchtlinge sind unter elf Jahren. Nur ein geringer Teil der von traumatischen Erfahrungen geprägten Kinder und Jugendlichen erreicht Deutschland. Häufig finden sie hier häufig völlig ungeeignete Lebensumstände vor. Vor allem abseits gelegene Unterkünfte, beengte Wohnverhältnisse und Lärm sowie nur minimale finanzielle Mittel, Wohnsitzauflagen, begrenzter Zugang zu Gesundheitsleistungen und ein begrenzter Zugang zum Arbeitsmarkt verhindern ein altersgerechtes Aufwachsen.

In einigen Bundesländern organisiert die AWO die Aufnahme und Unterbringung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen. Darüber hinaus ist sie Trägerin von so genannten Gemeinschaftsunterkünften, Wohnheimen für Flüchtlinge, Familien und Einzelpersonen. Maßstab für das Handeln der AWO im Handlungsfeld Flüchtlingssozialarbeit sind die Lebenslagen, Bedürfnisse, und eigenen Erwartungen der Menschen. Sie verfolgt dabei das Ziel, die Eigeninitiative der Betroffenen zu erhalten und zu stärken.